18.05.2003

DEUTSCHE T

Vergleich bei Aktionärsklagen ausgeschlossen

Deutsche-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke will Kleinaktionären, die gegen sein Unternehmen geklagt haben, nicht entgegenkommen:

"Ein Vergleich kommt für uns nicht in Frage", sagte Ricke in einem am Samstag vorab veröffentlichten Interview mit der "Welt am Sonntag". "Das wäre auch nicht im Interesse unserer Aktionäre."

Die Verfahren müssten nun nacheinander abgearbeitet werden, "um endlich aus dieser Geschichte herauszukommen", so der Konzernchef. Die Telekom habe sich in keinem der Fälle etwas vorzuwerfen, betonte Ricke.

Die Klagen

Vergangenen Montag hatten 1.500 Aktionäre beim Landgericht Frankfurt Klagen eingereicht - wegen angeblich falscher Angaben im Börsenprospekt beim dritten Börsengang der Telekom im Juni 2001.

Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt seit drei Jahren wegen der Verdachts der Falschbilanzierung und des Kapitalanlagebetrugs gegen das Unternehmen.

Die Vorwürfe drehen sich um angeblich verschwiegene Milliarden-Risiken etwa im Zusammenhang mit dem rund zehn Milliarden Euro teuren Kauf des britischen Mobilfunkunternehmens One2One.