16.05.2003

EUROPA

Bildquelle: fuZo

Microsoft verteidigt Diskont-Praktiken

Nachdem bekannt wurde, dass Microsoft mit einem speziellen Fond gewaltige Preisnachlässe finanziert um seine Software unters Volk zu bringen, verteidigt nun Jean-Philippe Courtois, MS-Chef für Europa, Afrika und den Nahen Osten, die Praktiken seines Arbeitgebers.

Courtois bestätigte nicht nur das Vorhandenseins des Fonds, zugleich gab er auch an, dass das Geld in ganz Europa eingesetzt werden könne. Er wollte jedoch keine Angaben dazu machen in welchen Ländern genau das Geld derzeit verwendet wird.

Laut Courtois ist der Fund zudem nicht illegal, Microsoft handle dabei im Einklang mit dem Gesetz.

Konkurrenz sieht Dominanzausbau

Die Konkurrenz jedoch sieht in Microsofts Vorgangsweise den versuchten Ausbau der bereits bestehenden Marktdominanz.

Nach EU-Recht sind Preisnachlässe für markt-dominierende Firmen untersagt, wenn diese darauf abzielen, Mitbewerber den Zugang zum Markt zu verwehren, berichtet die "New York Times".

In den letzten Jahren wurden laut EU-Kommission mindestens drei Firmen aufgrund unrechtmäßiger Diskonte mit einer Strafe belegt.