16.05.2003

UNTERHALTUNG

Liberty bekräftigt Interesse an Vivendi

Der US-amerikanische Konzern Liberty Media will expandieren. Liberty-Chef John Malone meldete auf einer Investorenkonferenz in New York sein Interesse an der gesamten Unterhaltungssparte von Vivendi Universal an.

Demnach habe Liberty 5,3 Mrd. USD in seiner Akquisitionskasse und könne weitere zehn Mrd. USD durch den Verkauf von Beteiligungen erzielen, die nicht zum Kerngeschäft gehören.

Gute Beziehungen

Liberty-Chef John Malone gegenüber dem Öl-Milliardär Davis jedoch einen Vorteil: gute Beziehungen zu Barry Diller.

Der ehemalige Chef von Vivendi Universal Entertainment [VUE] und Chef von USA Interactive verfügt über ein Vetorecht beim Verkauf der VUE, das auf die Übernahme seiner Kabelsender durch Vivendi im Jahr 2001 zurückgeht. Zudem ist Liberty mit 18 Prozent an USA Interactive beteiligt, ein Veto von dieser Seite daher eher unwahrscheinlich.

Liberty verfügt über zahlreiche Minderheitsbeteiligungen bei Medienunternehmen, will nun aber offensichtlich auch operativ ins Mediengeschäft einsteigen. Bereits Anfang März hatte Malone angekündigt, den Shoppingkanal QVC zur Gänze vom US-Kabelnetzbetreiber Comcast übernehmen zu wollen.