EU-Verfahren gegen Rambus vor Abschluss
Chiphersteller macht bei Lizenzgebühren Zugeständnisse
Der US-Computerchipkonzern Rambus hat im laufenden EU-Wettbewerbsverfahren Zugeständnisse gemacht. Nun sollen die Konkurrenten des Herstellers dazu Stellung nehmen, teilte die Kommission am Freitag in Brüssel mit.
Die Wettbewerbshüter werfen Rambus vor, das Unternehmen kassiere zu viel für Patente auf DRAM-Chips (Dynamic Random Access Memory) und missbrauche damit seine marktbeherrschende Stellung. Die Chips werden in Computern und in Spielekonsolen von Nintendo und Sony eingesetzt.
Gebührensenkungen
Rambus bot an, seine Lizenzgebühren fünf Jahre lang zu begrenzen. Eine Meistbegünstigungsklausel soll dafür sorgen, dass alle Marktteilnehmer von möglichen künftigen Gebührensenkungen profitieren.
Die Kommission könnte verfügen, dass die Zugeständnisse von Rambus rechtsverbindlich werden. Damit wäre das Verfahren beendet. Bei solchen Prozeduren drohen hohe Bußgelder und Sanktionen.
(dpa)
