GPS-Schuh für Alzheimer-Patienten
Beim Verlassen des Aufenthaltsortes wird Alarm ausgelöst
Verschwundene Alzheimer-Patienten sollen in den USA künftig anhand von Hightech-Schuhen aufgespürt werden können. In den Schuh wird ein Empfänger für das Satellitenortungssystem GPS eingebaut, wie Andrew Carle von der George-Mason-Universität am Freitag (Ortszeit) in Washington erläuterte. Über die GPS-Ortung könne ein virtueller Zaun um die Wohnung des Erkrankten errichtet werden.
Alarm bei Überschreiten der Grenze
Sobald der Träger die Grenze überschreitet, wird ein Alarm auf ein Handy oder einen Computer verschickt. Der Aufenthaltsort des Patienten sei bis auf neun Meter einzugrenzen, erklärte Carle, der den Schuhhersteller Aetrex Worldwide und die GPS-Firma GTX Corp. bei der Entwicklung berät.
Testphase folgt Ende des Jahres
60 Prozent der Alzheimer-Patienten laufen mindestens einmal weg, sagte Carle. Ihnen einfach ein GPS-Gerät mitzugeben ist demnach keine Lösung, weil sie ungewohnte Gegenstände häufig abnehmen. Schuhe anzuziehen sei dagegen eine Tätigkeit, die tief in der Erinnerung verankert sei. Eine erste Testphase für die GPS-Schuhe soll demnach bereits Ende des Jahres beginnen.
(APA/AFP)
