Siemens-Senioren fordern Pensionserhöhung

Pensionskasse
04.06.2009

Ex-Mitarbeiter aus "Führungskreis" klagen gegen Kürzungen

Nach Streikankündigungen droht der Siemens AG Österreich nun Ungemach von den Pensionisten. Ihre Pensionen wurden 1998 an die Siemens-Pensionskasse ausgelagert - und die verlor kräftig angesichts der Aktienmärkte, schreibt "Der Standard" (Freitag-Ausgabe).

2008 lag das Veranlagungsergebnis demnach mit 18,63 Prozent im Minus. Laut Siemens Österreich wäre daher nun eine Pensionskürzung von 16,7 Prozent fällig - angesichts der "ernsten und einmaligen Situation" habe man sich zu einer Nachschusszahlung von 16 Millionen Euro entschlossen, "um Auswirkungen für die betroffenen Pensionisten abzufedern". Die Kürzung der Pensionen liege daher bei 14,5 Prozent.

Mitarbeiter aus dem "Führungskreis"

Damit wollen sich etliche Pensionisten nicht abfinden, rund 100 Ex-Mitarbeiter aus dem "Führungskreis" (sie hatten Einzelverträge mit hohen Zusatzpensionen) werden nun Klage einbringen. Sie berufen sich auf das Prospekt, heißt es in dem Bericht.

Demnach werden "die laufenden Pensionen in Abhängigkeit zum Veranlagungserfolg aufgewertet. Diese Aufwertung wird in jedem Fall 1,5 Prozent pro Jahr betragen." Darin sehen die Senioren eine Garantie, die Gegenseite nicht: Die 1,5 Prozent seien vom Veranlagungserfolg abhängig, "und den gibt es nicht".

Mehr zum Thema:

(APA)