Handy ist für Mehrheit unentbehrlich
Mobiltelefone sind aus dem beruflichen wie privaten Alltag nicht mehr wegzudenken.
Immer und überall dabei, ist das Handy inzwischen auch zur Pflege sozialer Kontakte unentbehrlich. So hilft es Freundschaften wie Familienbande zu festigen, kann Beziehungen aber auch auf die Probe stellen.
In einer dreijährigen Studie haben britische Forscher nun herausgefunden, wie stark die gefühlsmäßige Beziehung des Besitzers zu seinem Handy ist.
Dabei gab die große Mehrheit der Befragten an, sie könnte sich ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen. Einige gingen so weit, dass sie den Verlust des bimmelnden Begleiters sogar mit einem Trauerfall verglichen.
Die Studie wurde von den Marktforschern Henley Management Centre und Teleconomy durchgeführt.
Henley Management CentreHälfte telefoniert aus Fadesse
Denn mit dem Handy haben sich auch die Telefoniegewohnheiten verändert, statt dringend notwendiger Kurzgespräche sind mittlerweile langwierige Plauderorgien üblich.
So gaben 46 Prozent der Befragten an, sie würden oft nur telefonieren, um ihre Laune zu heben und sich etwas zu amüsieren. 55 Prozent greifen aus purer Langeweile zum Telefon und 52 Prozent halten ihre Klatsch- und Tratschtreffen regelmäßig über das Mobiltelefon ab.
Doch es wird nicht nur geredet. 86 Prozent der Befragten tippen lieber eine SMS, wenn es um eine Verabredung geht, als zu telefonieren.
Auch Beziehungen bahnen sich immer öfter via Kurzmitteilung an und werden auf demselben Weg auch wieder aufgelöst.
Peinliche SMS-Panne
Eine weitere britische Studie verrät, dass bereits jeder Dritte
mehr oder weniger peinliche Erfahrungen mit SMS gemacht hat, die aus
Versehen an eine falsche Person gesendet wurden. Meist passiert der
Fehler beim Durchsurfen des Adressbuchs. Zu schnell klicken die
Nutzer beim gesuchten Buchstaben einen Namen an.
SMS landen beim falschen EmpfängerHandyliebhaber und Praktiker
Die Forscher ordneten die Befragten in drei Gruppen ein:
die "Cyborgs", die ihr Handy am liebsten im Körper implantiert hätten. Sie nennen meist die neuesten Modelle ihr Eigen und rüsten diese mit individuellen Klingeltönen und Logos aus.
Das Handy wird als Teil der Persönlichkeit gesehen, der dabei hilft, das Leben zu managen.
Die zweite Gruppe sind die so genannten "Prosthetics". Diese Gruppe kann sich noch an das Leben vor dem Handy erinnern und sieht das Telefon eher als Erweiterung denn als Teil ihrer selbst.
Sie nutzen das Handy vor allem aus praktischen Gründen, um ihren Alltag zu verwalten, ohne emotionale Bindung zu dem Gerät.
Dritte Gruppe ist "vernetzt, aber nicht gebunden"
In der dritten Gruppe ist man "connected but unattached". Für
diese Gruppe ist das Mobiltelefon unvermeidlich, es wird aber auf
seine Grundfunktion, die Sprachtelefonie, beschränkt genutzt.
Teleconomy
