12.05.2003

STUDIE

Bildquelle: fuZo

Keine Bedrohung durch Spam-Mails

Neun von zehn Internet-Usern haben nach einer Umfrage schon negative Erfahrungen mit Spam-Mails gesammelt.

Dennoch fühlen sich laut einer Umfrage zu "Sicherheit und Delinquenz im Internet" des Kriminologischen Seminars der Universität Bonn 81,1 Prozent der Befragten beim Surfen im Web weitgehend sicher.

Als Abwehrmaßnahmen fordern die Befragten vor allem eine intensivere Aufklärung über wirksame Selbstschutz-Möglichkeiten und den Ausbau von technischen Sicherungssystemen. Nur jeder Dritte will auch mehr strafrechtliche Kontrollen.

Insgesamt 1.419 Personen wurden befragt. Nahezu jeder Nutzer gab an, bereits Opfer unerwünschter Praktiken geworden zu sein. An erster Stelle rangierten dabei strafrechtlich weniger relevante, dafür aber zunehmend als lästig empfundene Müllmails.

Jeder Fünfte wurde nach eigenen Angaben zudem schon einmal Opfer eines 0190-Dialers. Jeder siebente Befragte war beim Surfen bereits auf kinderpornografischen Seiten gelandet.

Bei Online-Auktionen hat sich schon mehr als jeder zehnte Nutzer betrogen gefühlt. Zwei Drittel der Befragten gaben an, schon mindestens ein Mal einen Computervirus auf ihrem Rechner gehabt zu haben.