10.05.2003

KOLPORTIERT

Bildquelle: fuZo

IBM auf Platz 3 der Chip-Auftragsfertiger

Während asiatische Elektronik-Konzerne in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend Marktanteile von amerikanischen Multis eroberten, beschreitet IBM den umgekehrten Weg.

Mit seiner im Vorjahr in East Fishkill im Bundesstaat New York errichteten, 2,5 Mrd. USD teuren Anlage nimmt Big Blue den asiatischen Chip-Auftragsfertigern, den so genannten Foundries, zunehmend Marktanteile ab.

Mehrere Hersteller lassen bereits bei IBM produzieren, das damit unter den Foundries weltweit den Sprung auf Platz drei geschafft haben dürfte. Im März konnte der Grafikchip-Spezialist Nvidia als Kunde gewonnen werden, der einen Teil seiner Grafikchips der nächsten Generation, der GeForce FX-Familie, künftig in East Fishkill fertigen lassen will.

Das 300-Millimeter-Wafer-Werk in East Fishkill war erst im September vergangenen Jahres in Betrieb genommen worden, es gilt als die bisher teuerste Chipfabrik des Konzerns. Das Werk verbindet alle Technologien von IBM in der Chipfertigung wie Kupferverdrahtung, Silicon-on-Insulator-Transistoren sowie verbesserte Isolierung und bietet die Möglichkeit, Strukturen kleiner als 100 Nanometer zu produzieren.

Etwa ein Drittel der Produktionskapazität verwendet IBM zum Bau eigener Prozessoren, die für die eigenen Großrechner und Highend-Server benötigt werden. Um die Anlage rentabel zu machen, braucht Big Blue aber auch externe Auftraggeber.

Dabei setzt Big Blue jedoch vor allem auf seine Rolle als Nischenplayer. Der Konzern konzentriert sich auf eine kleine Anzahl "großer, intensiver Partnerschaften", so IBM-Manager John Kelly.