09.01.2003

STRATEGIE

Bildquelle: intel

IBM und AMD vereint gegen Intel

IBM und AMD haben für mindestens drei Jahre eine Kooperation vereinbart, die sich gegen die Dominanz von Intel auf dem Prozessor-Markt richtet.

Beobachter gehen davon aus, dass sich insbesondere für AMD die Partnerschaft als sehr fruchtbar erweisen sollte, da das Unternehmen alleine nicht das nötige Kapital hat, um in den nächsten Jahren das Entwicklungtempo von Intel mithalten zu können.

IBM und AMD wollen zusammen die übernächste Generation von Chips entwickeln, die in der 65-Nanometer-Fertigungstechnologie produziert werden sollte.

Die Zahl bezeichnet die Größe der einzelnen Transistoren auf den Chips. Derzeit sind 130 Nanometer Standard in der Serienfertigung, und für dieses Jahr wird der Wechsel auf 90 Nanometer erwartet.

Kooperation ausgebaut

Neben der Produktion in der 65-Nanometer-Fertigungstechnologie wollen AMD und IBM auch voll auf Wafer [Rohlinge] in einer Größe von 300 Millimetern setzen, ein Verfahren, das die Ausbeute steigert und damit die Kosten gegenüber der 200-Millimeter-Technologie deutlich senken kann. Erste Prozessoren der Partner werden 2005 auf dem Markt erwartet.

Die Kooperationsvereinbarung läuft zunächst über drei Jahre, enthält aber eine Option auf eine Verlängerung.

Mit dem Vertrag wird ein ohnehin bestehender Technologieaustausch zwischen IBM und AMD drastisch ausgeweitet. Teil der neuen Kooperation wird auch sein, dass AMD-Techniker im IBM-Entwicklungszentrum bei New York arbeiten werden.

AMD-Chef will mehr Kooperationen

Die neue Kooperation entspricht der Forderung, die AMD-Chef Hektor Ruiz im November aufgestellt hatte.

Damals sagte Ruiz, dass die Halbleiterindustrie eine Strategieänderung benötige. "Unternehmen müssen damit beginnen, neue Technologien nicht isoliert um ihrer selbst willen zu entwickeln", erklärte Ruiz.