Elektronisches Papier wird dünner
E-Newspaper, deren Headlines sich tagtäglich selbst updaten, zählen zu den Visionen der US-Wissenschaftler.
Auf dem Weg zur elektronischen Tageszeitung haben Forscher der E Ink Corporation in Cambridge/Massachusetts eine ultradünne Folie mit einer Auflösung von 96 Pixel per Inch, die weniger als 0,3 Millimeter stark ist, entwickelt.
Zusätzlich dazu kannn die Folie eingerollt werden und passt so in eine Röhre von vier Millimeter Durchmesser.
Die Idee des elektronischen Papiers geht auf den Forscher Nick Sheridon bei Xerox zurück, der in den 70er Jahren eine Alternative zu den damals noch stark augenunfreundlichen Computerbildschirmen entwickeln wollte.
Elektronisches Papier im nächsten JahrEntgegengesetzte Spannungen
Die faltbare Folie verwendet ein elektronisches Netzwerk, das Dünnfilm-Transistorfeld. Diese Technik ermöglicht entgegengesetzte Spannungen an verschiedenen Teilen des Displays.
Am oberen Teil des Transistorfeldes befindet sich eine Leiterschicht, die Millionen von kleinen Kapseln mit ladungsempfindlichen Pigmenten enthält - einige davon in Weiß, einige in Schwarz.
Eine negative Spannung bringt die weißen Partikel zur Oberfläche, eine positive die schwarzen. Das erzeugt den Effekt eines gedruckten Papiers.
Die feine Folie kann aus jedem Winkel gelesen werden.
Dünn wie Zeitungspapier
Für die Entwickler aus dem Hause E Ink ist das Ergebnis aber
immer noch nicht zufrieden stellend. "Wir wollen eine noch dünnere
Folie entwickeln, die wie eine Zeitung faltbar ist", so
Chefentwickler Yu Chen.
E Ink Corporation
