ITunes-Studie wurde "falsch verstanden"

15.12.2006

Eine Forrester-Studie zum Verkaufsrückgang in Apples iTunes Music Store, die diese Woche für Aufregung sorgte, ist nach Angaben des Autors falsch verstanden worden. Es gebe lediglich ein deutliches Gefälle zwischen Weihnachten und Sommer.

"Um es klarzustellen: Der Absatz ist nicht eingebrochen", sagte Josh Bernoff, der für die Studie verantwortlich war, am Donnerstag. Zwar habe die Auswertung von 2.791 Abrechnungen zwischen April 2004 und Juni 2006 ergeben, dass es ein deutliches Gefälle zwischen der Zeit nach Weihnachten und den Sommermonaten gebe.

Allerdings seien zu wenige Abrechnungen ausgewertet worden, um diesen Schluss verlässlich treffen zu können. Das sei auch in der Studie festgehalten worden. "Das war aber zu subtil, um in die Berichte zu gelangen", erklärte er.

ITunes hat in den USA einen Marktanteil von etwa 80 Prozent. Eigenen Angaben zufolge hat Apple auf der Plattform mittlerweile über 1,5 Milliarden Songs und mehrere Millionen TV-Shows und Filme verkauft.

Online-Musik boomt weiter

Einer Nielsen-Studie vom Donnerstag zufolge entwickelt sich das Geschäft mit digitaler Musik gut. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Absatz in diesem Jahr bisher um 67 Prozent gestiegen.

Allerdings habe sich das Geschäft im zweiten und dritten Quartal abgeschwächt. Ein Nielsen-Sprecher wies auf saisonale Schwankungen hin. Im vierten Quartal werde der Absatz wieder anziehen, sagte er.

Marktbeobachter machen dafür unter anderem das Formatchaos auf dem Online-Musikmarkt verantwortlich.

(Reuters)