25.04.2003

DURCHBRUCH

Bildquelle: fuZo

EU könnte UMTS-Sharing genehmigen

Die EU-Kommission wird in einer Musterentscheidung nach Angaben aus mit dem Fall vertrauten Kreisen die Zusammenarbeit von Mobilfunkunternehmen beim Aufbau des britischen UMTS-Netzes genehmigen.

Voraussichtlich am Mittwoch werde die Kommission dem britischen Mobilfunkunternehmen MMO2 und T-Mobile erlauben, Anlagen für ihr UMTS-Netz zu teilen und in dünner besiedelten Gebieten auch ein Roaming ihrer Kunden zur Nutzung des jeweils anderen Netzes zu ermöglichen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Verunstaltung der Landschaft verhindern

Mit ihrer Haltung wolle die Kommission den schnellen Aufbau der teuren UMTS-Mobilfunknetze erleichtern und zugleich eine Verunstaltung der Landschaft durch zu viele neue Sendemasten verhindern, hieß es in den Kreisen.

Als besonders unkritisch gelte in der Kommission die gemeinsame Nutzung von Sendemasten und anderer grundlegender Infrastruktur wie Trafo- und Kühlanlagen sowie der Antennenmasten, die nicht den eigentlichen Netzbetrieb betreffen.

"Darin sieht die Kommission keine Wettbewerbsbeschränkung", hieß es in den Kreisen.

Das Roaming sei zwar eine Wettbewerbsbeschränkung, werde aber voraussichtlich für ländlichere Gebiete und Kleinstädte erlaubt, hieß es in den Kreisen weiter. Das betreffe ein Gebiet, in dem weniger als zehn Prozent der britischen Bevölkerung leben.