24.04.2003

COPYRIGHT

Bildquelle: fuZo

MS-Kopierschutz sichert künftig Audio-CDs

Macrovision, ein führender US-Anbieter von Kopierschutztechnologien, hat das "Digital Rights Management"-System [DRM] für Musik-CDs von Microsoft [MS] lizenziert.

Das Unternehmen will den Plattenlabels die Technik künftig als Kopierschutz- und Kontrollmechanismus für Audio-CDs anbieten.

Die Zusammenarbeit mit MS soll die bisherige Zurückhaltung der Plattenfirmen in den USA beseitigen und zu verstärktem Einsatz von Kopierschutzsystemen motivieren. Damit fasst Microsoft auch auf dem DRM-Markt Fuß.

"Dual-Session"-Audio-CDs

Das "Windows Media Data Session Toolkit" [WMDST] teilt die CD prinzipiell in zwei Sektionen: Die eine "normale" CD-Audiospur kann auf dem PC nicht abgespielt werden, während eine andere zwar genau das erlaubt, aber mit verschiedenen Einschränkungen versehen werden kann.

Die Musiklabels können dabei auswählen, welche Songs der CD in welcher Qualität am PC spielbar sein sollen und ob sie kopiert werden können.

Zum Schutz der regulären Audiospur soll dabei der hauseigene Kopierschutz von Macrovision, "CDS" [Cactus Data Shield], zum Einsatz kommen.

In Europa wird längst geschützt

In Europa hat die Bertelsmann Music Group bereits Anfang November 2002 angekündigt, ihr gesamtes Musikangebot künftig nur noch kopiergeschützt auszuliefern.

Auch EMI Deutschland gab damals bekannt, dass es nur noch eine Frage von Monaten sei, bis alle CDs weltweit nur noch kopiergeschützt ausgeliefert würden.

Schon zuvor drohten die Plattenlabels mehrmals mit rigorosen Maßnahmen. Doch bisher haperte es bei den einst überschwänglich begrüßten Kopierschutz-Techniken oft an der Umsetzung.

Probleme bereitete einerseits immer wieder die Kompatibilität mit "normalen" CD-Playern, andererseits die teilweise verblüffend einfachen Methoden, mit denen sich ein Schutz umgehen ließ.