16.04.2003

SAMMELKLAGE

Bildquelle: fuZo

MS einigt sich mit Klägern in Florida

Microsoft hat sich für die Beilegung einer Sammelklage in Florida zu einer Zahlung von 202 Millionen USD bereit erklärt.

"Der Vergleich erlaubt es uns jetzt, unseren Fokus wieder auf die Zukunft zu legen", teilte Microsoft-Anwalt Brad Smith in einer Stellungnahme mit.

Die Kläger hatten dem weltgrößten Softwarehersteller vorgeworfen, seine Monopolstellung dafür ausgenutzt zu haben, seine Software zu überhöhten Preisen zu verkaufen.

Alle Beteiligten der Sammelklage, die zwischen dem 16. November 1995 und 31. Dezember 2002 Microsoft-Software gekauft haben, sollen einen Gutschein, mit dem Hardware und Software von jedem beliebigen Hersteller gekauft werden kann, erhalten.

Nicht eingelöste Gutscheine für Schulen

Die Hälfte des Geldes der nicht eingelösten Gutscheine soll öffentlichen Schulen Floridas zugute kommen. Mit dem geschlossenen Vergleich vermeide das Unternehmen nach Aussage von Smith auch weitere Kosten und ein unkalkulierbar langes Gerichtsverfahren.

Im Zuge der Kartellrechtsklage von 16 US-Bundesstaaten wegen Wettbewerbsverstößen des Softwarekonzerns waren zahlreiche Privatpersonen vor Gericht gezogen.