11.01.2003

BARGAIN

Bildquelle: PhotoDisc/ORF.at

Gutscheine für "Microsoft-Monopol-Opfer"

Microsoft hat in Kalifornien mehrere Sammelklagen mit einer außergerichtlichen Einigung beigelegt, in denen ihm Missbrauch seiner Marktposition und überhöhte Preise vorgeworfen wurden.

Microsoft habe sich bereit erklärt, Gutscheine für Hardware und Software im Gesamtwert von bis zu 1,1 Milliarden USD an rund 13 Millionen Privat- und Geschäftskunden im US-Bundesstaat Kalifornien zu zahlen, teilte der Konzern mit.

Die Gutscheine seien nicht an Microsoft-Produkte gebunden. Mit der Einigung habe das Unternehmen kein Fehlverhalten eingestanden, betonte Microsoft.

Weitere Klagen laufen noch

Bezugsberechtig sind der Einigung zufolge kalifornische Microsoftkunden, die zwischen dem 18. Februar 1995 und dem 15. Dezember 2001 Betriebssysteme oder andere Software-Komponenten des Konzerns gekauft haben.

Dem Abkommen muss allerdings noch ein Gericht in San Francisco im Laufe des Monats zustimmen.

Die Klagen in Kalifornien waren die größten ihrer Art gegen Microsoft in den USA. Allerdings sieht sich der Konzern in anderen Bundesstaaten weiteren Klagen wegen überhöhter Preise gegenüber.

Zuerst uneinsichtig

Microsoft hat sich anfangs gegen die Zivilklage von privaten PC-Nutzern aus Kalifornien heftig zur Wehr gesetzt:

Firmensprecher Tom Pilla bezeichnete 1999 die von drei erfahrenen Anwälten eingereichte Klage als "ohne jede Grundlage".

Ein Versuch

Nach einem Jahr ziviler Prozesse versuchte Microsoft dann im Jahr 2000 zwischenzeitlich die Sammelklagen mit einer neuen Argumentation vom Tisch zu bringen: