Philips weiter mit Verlusten
Europas größter Unterhaltungselektronikkonzern Philips ist im ersten Quartal 2003 wieder in die roten Zahlen gerutscht.
Der Nettoverlust betrug 69 Mio. Euro, nachdem im ersten Quartal des Vorjahres noch ein Gewinn von neun Mio. Euro verbucht worden war. Trotzdem lag der Verlust unter den Analystenerwartungen, die mit Schlimmerem gerechnet hatten.
Der Quartalsumsatz brach um 14 Prozent auf 6,5 Mrd. Euro ein. Der Rückgang fiel damit weit höher aus, als Experten erwartet hatten.
Chipsparte bringt Verluste
Der Verlust wurde vor allem mit Umstrukturierungen in der schwer
defizitären Chipsparte begründet. Die im März dieses Jahres
angekündigte Schließung von zwei Werken in den USA habe die
Quartalsbilanz mit 52 Mio. Euro belastet.
Philips mit RekordverlustRückkehr in die Gewinnzone
Trotzdem hielt Philips an seiner Prognose fest, dass die Chipsparte bis Jahresende wieder schwarze Zahlen schreiben soll.
Nach einem Rekordverlust im vergangenen Jahr wurden rund 1.600 Arbeitsplätze gestrichen. Die dadurch eingesparten Kosten von 250 Mio. Euro sollen der Halbleitersparte die Rückkehr in die Gewinnzone ermöglichen.
Für das zweite Quartal erwartet der Konzern in der Halbleitersparte einen Rückgang der Erlöse um sieben bis zehn Prozent.
In der Consumer-Elektroniksparte werde Philips 2003 weitere Restrukturierungskosten in der Höhe von 68 Mio. Euro verbuchen. Im ersten Quartal hatten diese neun Mio. Euro betragen.
Drittgrößter Chipproduzent Europas
Philips Semiconductors ist hinter Infineon und der französischen
STMicro der drittgrößte Chipproduzent Europas und beschäftigt rund
34.000 Mitarbeiter.
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