Microsoft will Handymarkt nicht dominieren
Microsoft-Deutschland-Chef Jürgen Gallmann hält ein Nebeneinander des hauseigenen Handy-Betriebssystems und der Plattform der Branchen-Allianz Symbian in der Zukunft für wahrscheinlich. "Individualität wird es auch in Zukunft geben", sagte Gallmann.
Es gehe Microsoft nicht darum, im mobilen Bereich Konkurrenzsysteme "platt zu machen". "Insofern wird es in Zukunft Alternativen geben. Es wird nicht einen geben, der den Markt dominiert."
Allerdings sei es wichtig, dass Anwendungen unter den verschiedenen Systemen ausgetauscht werden könnten.
Microsoft will mit Windows auch den Mobilfunkmarkt erobern. Als einziger der fünf weltgrößten Handyhersteller hat Samsung bereits auf Windows basierende Prototypen vorgestellt. Allerdings sind die Koreaner auch an Symbian beteiligt. T-Mobile wird demnächst ein auf Windows basiertes Smartphone auf den Markt bringen.
Wettkampf der Handy-BetriebssystemeKein Image-Schaden
Durch die am Donnerstag bekannt gewordene illegale Veröffentlichung eines Registrierungscodes für die Software "Windows Server 2003" sieht Microsoft sein Image nicht beeinträchtigt.
"Das ist etwas, was uns nicht positiv stimmt", sagte Gallmann. "Das hat aber auch keinen derartigen Schaden, dass wir uns jetzt eingraben müssten." Hundertprozentige Sicherheit gebe es nicht. Eine Höhe für die von Microsoft erwarteten Lizenzausfälle nannte er nicht.
EU-Kartellverfahren gegen Microsoft
Zum derzeit noch laufenden Kartellverfahren der EU gegen
Microsoft wollte sich Gallmann nicht im Detail äußern und auch keine
Prognose wagen. "Das müssen wir abwarten", sagte er. "Wir fühlen uns
fair behandelt, das ist ein offener Dialog."
EU-Kartellverfahren nimmt Form an
