Gericom mit Millionenverlusten
Umsätze sacken ab
Der börsennotierte Linzer Unterhaltungselektronik- und Notebook-Hersteller Gericom musste in den ersten neun Monaten 2006 einen Konzernverlust von 27,8 Millionen Euro (Vorjahr: 6,2 Millionen Euro) hinnehmen. Der Verlust des dritten Quartals machte 14,3 Millionen Euro aus.
Abschreibungen
Er sei vor allem durch erhöhte Risikovorsorgen und einmalige Abschreibungen auf Altbestände belastet gewesen, teilte das Unternehmen am Donnerstag ad hoc mit. Aber auch die Belastungen aus Restrukturierung und Personalabbau sowie aus Gewährleistungsverpflichtungen seien dafür verantwortlich.
Umsatzeinbruch
Auch die Umsätze sanken im dritten Vierteljahr 2006 weiter: Mit 5,7 Millionen Euro lag der Wert deutlich unter dem des Vorquartals (23 Millionen Euro). Auf neun Monate gesehen ergibt sich ein Umsatz von 54 Millionen Euro.
Prognosen revidiert
Gericom machte den deutlich verschärften Wettbewerbsdruck und einen radikalen Preisverfall in der Branche dafür verantwortlich. Das für heuer gesetzte Umsatzziel von rund 100 Millionen Euro wurde deshalb auf 65 Millionen Euro revidiert.
Neuausrichtung angestrebt
Da das Nachfrageverhalten im Markt sowie die daraus resultierenden Ordermengen für das vierte Quartal keine Trendumkehr erkennen lassen, strebt das Unternehmen eine Neuausrichtung seiner Geschäftstätigkeit an.
Darüber will der Vorstand in der bereits seit längerem bekannten außerordentlichen Hauptversammlung am 20. Dezember berichten.
(APA)
