P2P-Eldorado war Werbeschmäh
Das selbst-ernannte File-Sharing Unternehmen PGR, das Mitte Februar mit der Ankündigung, man werde künftig Rechtsberatung, Software und sonstige Hilfestellung für Unternehmen bereitstellen, die Peer-to-Peer-Services [P2P] wie Kazaa und Limewire anbieten, für Aufsehen sorgte, hat nun seinen Kurs abrupt geändert.
"Rate mal was? April, April!" war am Dienstag auf der Website des niederländischen Unternehmens zu lesen. "'The Honest Thief' ['Der ehrliche Dieb'] war nicht mehr als ein Publicity-Gag. Wir wollten nur die Werbetrommel für unser Buch rühren."
Die PR-Agentur Alliant Group, die angeheuert wurde, das Konzept zu promoten, reagierte enttäuscht. "Wir finden es keineswegs lustig, dass Herr Plass damit dem guten Ruf unserer Agentur schadet. Wir bereuen es in diese Charade hineingezogen worden zu sein."
The Honest Thief-WebsitePGR-Chef Pieter Plass tönte noch im Februar, er werde die Niederlande zur Schweiz der Tauschbörsen zu machen. Man wolle sich dabei ein Gerichtsurteil zu Gunsten der Online-Musiktauschbörse Kazaa zu Nutze machen.
Ein niederländisches Gericht hatte zuvor entschieden, dass Kazaa nicht für die Copyright-Verletzungen seiner User verantwortlich ist.
