PanAmSat will franz. Eutelsat ausbooten
Das französische Unternehmen Eutelsat zählt zu den Gewinnern des Irak-Krieges. Der europäische Satellitenbetreiber hat den Großteil der Aufträge des US-Verteidigungsministeriums für die Bereitstellung von Bandbreite im Kriegsgebiet abgeräumt.
Jetzt droht allerdings Eutelsat ein Opfer seines eigenen Erfolges zu werden. US-Konkurrent PanAmSat hat eine Lobbying-Kampagne gestartet, damit diese Aufträge in Zukunft im US-Inland vergeben werden.
Daneben fordern die US-Satellitenbetreiber klare Richtlinien für die Vergaben von Aufträgen an zivile Satellitenbetreiber durch das US-Verteidigungsministerium.
Militärs kaufen Satellitenkapazitäten auf
Der "vernetzte Krieg" beschert dem Pentagon ein potenzielles
Bandbreitenproblem: Seit vergangenem Jahr kaufen die Militärs alle
verfügbaren kommerziellen Satellitenkapazitäten auf, wobei sie in
letzter Zeit auch mit den internationalen Medien konkurrieren.
Potenziell fatale Bandbreitenprobleme40 Mio. USD vom US-Verteidigungsministerium
Eutelsat bekam die Aufträge des Pentagon, weil es über ausreichende Kapazitäten in der Region verfügte, die kurzfristig zur Verfügung gestellt werden konnten.
Seit dem vergangenen Herbst hat Eutelsat rund 40 Mio. USD vom US-Verteidigungsministerium für die Bereitstellung von Bandbreite für Satellitenkommunikation erhalten.
Einige der Verträge dazu traten während der diplomatischen Auseinandersetzung zwischen den USA und Frankreich über den Irak-Krieg in Kraft.
PanAmSat setzt vor allem auf die patriotische Schiene. "Es gibt kein Verständnis dafür, dass US-Kommandanten über französische Satelliten mit ihren Truppen kommunizieren", erklärte Joseph Wright, CEO von PanAmSat.
