Boom für Breitbandanschlüsse
Die weltweite Zahl der Breitband-Internet-Kunden soll sich in den nächsten zwei Jahren mehr als vervierfachen.
Bis 2005, so die Schätzung des europäischen Unternehmensberaters Schema, soll die Zahl der Breitband-Netznutzer von derzeit 36 Millionen auf 150 Millionen steigen. Der Berater sieht dabei "große Chance für die Content-, Unterhaltungselektronik- und Telekom-Industrie".
Fünf europäische Telekom-Anbieter, darunter die Telekom Austria [TA], arbeiten nun gemeinsam mit drei Telekom-Ausrüstern an einer neuen technischen Plattform für Unterhaltung via Breitband-Internet.
Auf Betreiberseite gehören der Arbeitsgruppe neben der TA auch der Noch-TA-Aktionär Telecom Italia, die TA-Interessentin Swisscom, die belgische Belgacom und die spanische Telefonica an. Auf der Zuliefererseite nehmen Alcatel, Philips und Thomson an dem Projekt teil. Weitere Partner, auch auf der Seite der Content-Industrie, werden noch gesucht.
TA will staatliche Förderung für BreitbandJe schneller, desto zahlungswilliger
Die beteiligten Unternehmen haben am Montag ihre "Absicht verlautbart, ein offenes Geschäftsmodell für interaktive Entertainment-Dienste auf Basis der DSL-Breitbandtechnologie zu entwickeln, unterstützen und standardisieren".
Ein akkordierter Vorschlag soll den entsprechenden Standardisierungsinstituten im Jahresverlauf unterbreitet werden.
Mit der Verbreitung von Breitbandanschlüssen wächst einer Studie zufolge deutlich die Bereitschaft der Nutzer, für bestimmte Inhalte zu zahlen.
25 Prozent der europäischen Nutzer, die über eine schnelle Datenleitung verfügen, seien bereit, für Musikangebote im Internet zu bezahlen, so eine Studie des Marktforschungsinstituts Jupiter Research.
41 Prozent wollen nicht zahlen
Den Angaben zufolge würden noch immer 41 Prozent aller Nutzer in
Europa für Internet-Inhalte kein Geld ausgeben, ein Jahr zuvor seien
es 47 Prozent gewesen.
Breitband-User sind zahlungsbereiter
