NEC zeigt mobiles Brennstoffzellensystem
Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit tragbarer elektronischer Geräte steigt auch ihr Stromverbrauch. Gleichzeitig sollen die Gadgets aber kleiner und handlicher werden.
Kompakte Brennstoffzellen sollen dieses Dilemma lösen. Sie gelten als eine wesentlich langlebigere Alternative zu Akkus und werden derzeit von mehreren japanischen Elektronikkonzernen entwickelt.
NEC hat auf der "Nano Tech"-Messe in Tokio nun ein Notebook präsentiert, das von einem externen Brennstoffzellensystem mit Energie versorgt wird.
Erste Brennstoffzelle in Notebook integriert
Schon im April 2002 zeigten der koreanische Konzern LG und das
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme [ISE] das erste
vollständig in ein Notebook integrierte Brennstoffzellensystem. Als
Nächstes soll die Optimierung der Betriebsführung in Angriff
genommen werden.
Brennstoffzelle versorgt NotebookVier Stunden Betrieb pro Tankfüllung
Der Prototyp des externen Systems leistet derzeit maximal 18 Watt. Es ist etwa halb so groß wie das Notebook selbst und hat einen 240 Milliliter fassenden Tank, der eine zehnprozentige Methanollösung enthält.
Mit einer Tankfüllung soll die Direktmethanolbrennstoffzelle vier Stunden lang für Energie sorgen können.
Ausgerüstet mit "Nanohorns", einer kegelförmigen Variante der Kohlenstoff-Nanoröhrchen, auf den Elektrodenflächen soll die Brennstoffzelle effektiver arbeiten können.
Das externe Brennstoffzellensystem soll voraussichtlich ab Anfang 2005 auf den Markt kommen. Langfristig will man die Größe des Systems noch drastisch verringern, damit es in ein Notebook-Gehäuse integriert werden kann.
Toshiba-Brennstoffzelle schafft fünf Stunden
Auch Toshiba hat sein erstes externes Brennstoffzellensystem
vorgestellt. Mit Abmessungen von 275 mal 75 Millimetern und 900
Gramm Gewicht schafft es eine Betriebszeit von fünf Stunden.
Eine Brennstoffzelle für Laptops
