Ausbau von Wissenschaftsnetz abgeschlossen

ÖSTERREICH
24.03.2009

ACOnet-Glasfaserbackbone in Betrieb genommen

Das österreichische Wissenschaftsnetz Austrian Academic Computer Network (ACOnet) hat die Leistungsfähigkeit seiner Datenleitungen erweitert: Die neue ACOnet-Infrastruktur, die von der Telekom Austria (TA) im Auftrag der Universität Wien in den letzten zwei Jahren errichtet wurde, ist Anfang 2009 in Betrieb gegangen, so die TA in einer Aussendung vom Dienstag.

"Mit Bandbreiten bis zu 40 mal zehn GBit/s leistet ACOnet einen wesentlichen Beitrag, Österreichs Wissenschaftler für den globalen Wettbewerb im nächsten Jahrzehnt fit zu machen", heißt es in der Aussendung. Mit dem Backbone stehe für die nächsten zehn bis 15 Jahre eine Hochleistungsinfrastruktur zur Verfügung.

Hochleistung für die nächsten 15 Jahre

"Im internationalen Umfeld gibt es bereits einige Projekte, die sich dedizierter Gigabit- und sogar Zehn-Gigabit-Übertragungskanäle bedienen", beschreibt Peter Rastl, Leiter des Zentralen Informatikdienstes der Universität Wien, die Anforderungen an ein zeitgemäßes Wissenschaftsnetz.

Der Ausbau stütze weltweit verteilte Anwendungen, etwa Daten-Cluster-Anwendungen, die Übertragung von Livevideostreams in HDTV-Qualität, den kooperativen Zugriff auf hochwertige Medienbibliotheken, neuartige E-Learning-Anwendungen und den Remote-Zugriff auf weltweit einzigartige Großgeräte, beispielsweise in der Astronomie.

1990 startete ACOnet

ACOnet hatte 1990 den Betrieb aufgenommen und ist Partner im pan-europäischen Multi-Gigabit-Forschungsnetzwerk Geant. Neben Universitäten und Fachhochschulen nehmen auch Schulen, Museen und Bibliotheken am ACOnet teil.

ACOnet betreibt Anschlusspunkte in Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Dornbirn, Klagenfurt, Leoben, Graz und Eisenstadt und bereitet derzeit weitere Netzknoten in St. Pölten und Krems vor.

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