Wissenschaftsnetz wird ausgebaut
Zehn-Gigabit-Glasfaser für ACOnet
Am Mittwoch wurde die nächste Ausbaustufe des Austrian Academic Computer Network [ACOnet] gezündet.
Die Telekom Austria wird die Standorte des österreichischen Wissenschaftsnetzwerkes mit einem Glasfasernetz verbinden, das zunächst über eine Bandbreite von zehn Gigabit pro Sekunde verfügen soll. Bis 2008 soll der Ausbau abgeschlossen sein.
Für die nächsten zehn bis 15 Jahre sollte dem Wissenschaftsnetz damit genügend Bandbreite für den Datenverkehr zur Verfügung stehen, sagte Peter Rastl, Leiter des Zentralen Informatikdienstes der Universität Wien.
Bei Verfügbarkeit des nötigen technischen Equipments soll laut Rastl eine Bandbreite von bis zu 100 Gigabit pro Sekunde erreicht werden können.
Derzeit sind die österreichischen Standorte des Netzes mit einem Gigabit Ethernet vernetzt. Die Anbindung zwischen dem Wiener Anschlusspunkt und dem paneuropäischen Multi-Gigabit-Forschungsnetzwerk Geant läuft gegenwärtig über Zehn-Gigabit-Ethernet.
Basis für grenzüberschreitende Projekte
Damit sei die technische Basis für grenzüberschreitende Wissenschaftsprojekte etwa im Bereich der Hochenergiephysik und der Telemedizin geschaffen, erklärte Günther Vinek, Vizerektor der Universität Wien.
Das ACOnet, das 1990 seinen Betrieb aufgenommen hat, ist das österreichische Wissenschaftsnetz für gemeinnützige Einrichtungen der Forschung, Bildung und Kultur, das seinen Teilnehmern Zugang zu anderen Wissenschaftsnetzen und dem Internet bietet.
Neben Universitäten und Fachhochschulen zählen dazu auch Schulen, Museen und Bibliotheken.
ACOnet betreibt derzeit Anschlusspunkte an den Standorten Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Dornbirn, Klagenfurt, Leoben, Graz und Eisenstadt.
