DT-Tarifverhandlungen gescheitert
Schlichter im Tarifkonflikt bei Deutscher Telekom (DT) einberufen
Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom (DT) und ihren drei Servicegesellschaften hat die große Tarifkommission der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di auf ihrer Sitzung in Bonn die Verhandlungen für gescheitert erklärt. Das teilte ein ver.di-Sprecher am Samstag mit. Gleichzeitig entschied die Tarifkommission, die Schlichtung anzurufen. Am Freitagabend waren die Gespräche nach der vierten Runde abgebrochen worden.
Die Tarifparteien haben sich laut ver.di auf den ehemaligen Hamburger Bürgermeister Henning Voscherau als Schlichter verständigt. Das nicht-öffentliche Schlichtungsverfahren muss innerhalb von zwölf Werktagen mit einer Empfehlung beendet werden, an die die Tarifvertragsparteien jedoch nicht gebunden sind. Eine einvernehmliche Fristverlängerung ist möglich.
Ver.di fordert 8,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten der Festnetzsparte, der Zentrale und der Servicegesellschaften. Die Telekom hatte bisher eine Lohnerhöhung um 5,5 Prozent über zwei Jahre vorgeschlagen sowie eine Verlängerung des Kündigungsschutzes. Auch hat sie Nachverhandlungen in Aussicht gestellt, sollte die Inflation 2009 über 1,5 Prozent liegen.
(APA/AFP/Reuters)
