T-Mobile Austria mit Umsatzverlust

MOBILFUNK
27.02.2009

Das Unternehmen gab am Freitag bekannt, dass es 2008 zwar die Kundenzahl um 3,9 Prozent auf 3,4 Millionen erhöhen konnte, aber der Umsatz um 8,2 Prozent auf 1,085 Milliarden Euro zurückgegangen sei.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gab um 15,2 Prozent auf 285 Millionen Euro nach. Der Umsatz pro Kunden sackte um 10 Prozent auf 26 Euro ab. "Wir sind durch das Tal der Tränen. Der Schrumpfungsprozess im Markt scheint vorbei. Ich sehe eine Stabilisierung, wir haben bei den Tarifen den Boden erreicht", so Finanzchef Wolfgang Kniese. Die Mitarbeiterzahl blieb konstant und auch für 2009 ist nichts geplant.

"Können ruhig schlafen"

"Wir haben unsere Hausaufgaben 2007 gemacht", betonte T-Mobile-Austria-Chef Robert Chvatal. Er stellte klar, dass das Unternehmen durch die Konzernmutter Deutsche Telekom voll ausfinanziert sei. "Wir können ruhig schlafen", betonte Kniese am Freitag vor Journalisten. Wobei 2008 das dritte Jahr in Folge gewesen sei, in dem die Umsätze in der Mobilfunkbranche rückläufig waren. Man sei aber gut aufgestellt und wolle mit dem Ausbau von mobilem Internet weiter wachsen, erklärte Chvatal. 2008 habe dieser Bereich ein Kundenplus von 67 Prozent auf 240.000 Nutzer verzeichnet, beim Datenvolumen gab es gar ein Plus von 116 Prozent.

Vergleich mit Marktführer Mobilkom Austria

Erst vorgestern hatte Marktführer Mobilkom Austria seine Zahlen präsentiert: Die Kundenbasis wuchs um 13,6 Prozent auf 4,5 Millionen. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunden stieg leicht um 0,7 Prozent auf 28,6 Euro, so die Mobilkom. T-Mobile Austria ist gemeinsam mit der Tochter tele.ring die Nummer 2 am Markt. Chvatal erwartet eine weitere Konsolidierung, als Übernahmekandidat wird immer wieder der kleinste Anbieter "3" genannt, der dies aber weit von sich weist.

Trend zu höherwertigen Handys

Chvatal sieht in Österreich einen Trend hin zu höherwertigen Handys und hier sei T-Mobile als Exklusivanbieter des Google G1 und als einer von zwei Anbietern des Apple iPhone bestens positioniert.

Die T-Mobile-Konzernmutter Deutsche Telekom hat am Freitag ebenfalls ihre Jahreszahlen präsentiert: Das EBITDA legte um 0,7 Prozent auf 19,5 Mrd. Euro zu, der Konzernüberschuss erhöhte sich um 14 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Für 2009 erwarten die Deutschen ein stabiles Ergebnis.

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(APA)