T-Mobile aktualisiert Netbook-Portfolio

MOBIL
23.02.2009

Nach dem Asus 901 GO bringt T-Mobile Austria nun den Asus 1000H GO und das Compaq Mini 702EG mit integriertem UMTS-Modem auf den heimischen Markt. Das Sony Vaio P soll im Sommer folgen.

Der Boom der leichten und kleinen Notebooks ist auch in Österreich ungebrochen: Laut Zahlen des Marktforschers IDC waren 20 Prozent aller im letzten Quartal verkauften mobilen Rechner Netbooks. Im Vergleich zum dritten Quartal legten Netbooks im vierten Quartal um 25 Prozent zu.

UMTS-Modem integriert

Der heimische Mobilfunker T-Mobile will diesen Trend ausnützen und kündigte dazu am Montag zwei neue Netbooks an: den Asus Eee PC 1000H GO mit 10-Zoll-Display, 160 GB Festplatte (2,5 Zoll), 6-Zellen-Akku und integriertem UMTS-Modem (Edge, HSDPA 7,2 MBit/s und HSUPA zwei MBit/s) und den Compaq Mini 702 EG mit 10-Zoll-Display, 60 GB Festplatte (1,8 Zoll), 3-Zellen-Akku und integriertem UMTS-Modem (maximal 1,3 MBit/s Upload).

Beide Netbooks haben eine Auflösung von 1.024 mal 600 Pixel, nutzen den Atom N270 mit 1,6 GHz, einen GB Arbeitsspeicher und bringen einen WLAN- (b/g) und einen Ethernet-Anschluss sowie Bluetooth mit sich.

Ab 26. Februar und Ende März

Während das Asus 1000H GO 1,45 Kilogramm auf die Waage bringt, ist der Compaq Mini 702EG nur 1,02 Kilogramm schwer - dafür mit verspiegeltem Display. Wie schon sein Vorgänger, der HP Mini 2133, hat er dafür eine fast vollständige Tastatur und ist einen Zentimeter dünner als das Asus-Gerät.

Der Asus 1000H GO wird ab 26. März für einen Euro inklusive Datenvertrag für 29 Euro im Monat angeboten, der Compaq Mini 700EG soll Ende März zum Preis von 99 Euro folgen. Bei den Netbook-Tarifen sind jeweils fünf GB Download-Volumen inkludiert, für die Aktivierung werden noch 49 Euro fällig. Wer einen anderen Tarif möchte, muss für die Geräte mehr zahlen.

Windows statt Linux

Im Gegensatz zum Asus 901 GO wird der Asus 1000H wie auch das Compaq-Netbook mit Windows statt Linux angeboten. Die Kunden würden Windows explizit nachfragen, erklärt T-Mobile-Marketingchef Hendrik Kasteel den Strategieschwenk gegenüber ORF.at.

Nach der Nutzung von mobilem Internet und E-Mail-Versand stehe die Bearbeitung von Office-Dokumenten bei den heimischen Netbook-Nutzern an dritter Stelle der meistgenutzten Aufgaben, so Kasteel.

Der Asus Eee PC 901 GO ist bei T-Mobile bereits seit längerem ausverkauft, genaue Absatzzahlen dafür wollte Kasteel nicht nennen: Sie seien im fünfstelligen Bereich.

Im Sommer soll laut Kasteel auch das Sony Vaio P von T-Mobile Austria angeboten werden - eine entsprechende Ankündigung für T-Mobile International gab es bereits letzte Woche auf der Mobilfunkmesse in Barcelona. Preise sind dazu aber noch nicht bekannt.

Kapazitäten werden ausgebaut

Der steigenden Nutzung von mobilem Internet in Österreich will T-Mobile laut Kasteel auch durch den Ausbau der verfügbaren Kapazitäten Rechnung tragen. Der Mobilfunker konzentriere sich dabei vor allem auf jene Gebiete, wo mobiles Internet bereits stark genutzt werde, um die steigende Nachfrage entsprechend abdecken zu können.

Neben den neuen Netbooks stellte T-Mobile auch neue Datentarife vor: Sechs GB gibt es für 15 Euro im Monat, 15 GB für 25 Euro im Monat, für alle unter 27 sind zwölf GB für 15 Euro im Monat erhältlich. Wer dabei an sein Download-Limit stößt und bereits 80 Prozent verbraucht hat, wird von T-Mobile in Zukunft rechtzeitig gewarnt und kann sein Volumen auch um 500 MB überziehen. Ab dann wird punktgenau abgerechnet, die Geschwindigkeit soll aber erhalten bleiben.

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(futurezone/Nadja Igler)