Hewlett-Packard kürzt Gehälter
Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP) kürzt nach einem schlechten Quartal und wegen des anhaltenden Kostendrucks die Gehälter seiner Mitarbeiter.
Das kündigte Unternehmenschef Mark Hurd am Mittwochabend nach Vorlage der Zahlen für das erste Geschäftsquartal an. Der Konzern hat im letzten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang erlitten.
Der Überschuss fiel um 13 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar (1,5 Mrd. Euro). Der Umsatz stieg nur durch die Übernahme des IT-Dienstleisters EDS leicht um ein Prozent auf 28,8 Milliarden Dollar. Zudem schraubte HP seine Geschäftsaussichten zurück.
Hurd selbst verzichtet nach eigenen Angaben auf 20 Prozent seines Gehalts, die Geschäftsführung auf zehn bis 15 Prozent. Der Großteil der Mitarbeiter muss ein Minus von bis zu fünf Prozent in Kauf nehmen.
Wachstumsmarkt Services
HP habe sich als Marktführer in einem harten Umfeld gut geschlagen, kommentierte Hurd die Zahlen. Derzeitiges Wachstumsfeld ist das Servicegeschäft, das sich zuletzt durch den EDS-Kauf auf einen Umsatz von 8,7 Milliarden Dollar mehr als verdoppelte. Das Dienstleistungsgeschäft verspricht stabilere Umsätze und höhere Margen.
Dagegen fielen in allen anderen HP-Sparten die Umsätze, im PC-Geschäft um fast 20 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn brach hier sogar um mehr als 30 Prozent ein. Auch Notebooks verkauften sich schlechter. Im Server-Bereich lag das Minus bei 18 Prozent, in der Software bei sieben Prozent. Bergab ging es auch bei den Umsätzen in der Druckersparte (minus 19 Prozent).
Weniger Umsatz erwartet
Mit seinem um Sondereffekte bereinigten Gewinn je Aktie traf HP zwar die Analystenschätzungen. Im Gesamtjahr (31. Oktober) erwartet der Konzern nun aber auch wegen negativer Währungseffekte einen um zwei bis fünf Prozent niedrigeren Umsatz als im Vorjahr.
Die Gewinnprognose je Aktie kürzte HP auf 3,76 bis 3,88 Dollar. Im laufenden zweiten Geschäftsquartal soll das Ergebnis zwischen 0,84 und 0,86 Dollar liegen bei einem Umsatzminus von zwei, drei Prozent.
Im weltweiten PC-Geschäft kam HP dem Marktforscher Gartner zufolge zuletzt auf einen Marktanteil von gut 18 Prozent vor Dell mit knapp 14 Prozent.
(dpa)
