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Schneller Weihnachtsfriede bei Siemens-PSE

KÜNDIGUNGEN
23.12.2008

Bei der österreichischen Siemens-Software-Sparte PSE sollen statt 470 doch nur 150 Jobs gestrichen werden. Der Betriebsrat sieht trotzdem eine düstere Zukunft für die gesamte Siemens-Software-Entwicklung in Österreich.

Rechtzeitig vor Weihnachten kehrt bei der Siemens-Software-Sparte PSE vorerst Frieden im lang andauernden Arbeitskonflikt ein. Entgegen dem ursprünglichen Plan, 470 der 2.400 Beschäftigten in Österreich abzubauen, werden nun 150 Arbeitsplätze gestrichen. Wobei die Entscheidung zum Gehen "ausschließlich auf freiwilliger Basis erfolgt", betonte Betriebsratschef Ataollah Samadani am Dienstag gegenüber ORF.at.

"Die Einigung sieht für 100 der 150 Betroffenen die Möglichkeit vor, über eine Arbeitsstiftung eine individuelle Qualifizierung zu einer beruflichen Um- oder Neuorientierung zu erhalten. Dafür wurde eine eigene Betriebsvereinbarung abgeschlossen, die auch eine gut dotierte, freiwillige Abfertigung enthält", so Samadani in einer Aussendung.

Düstere Zukunft

Wirklich zufrieden ist er aber noch nicht: "Weiterhin keine Lösung in Sicht ist im Konflikt über die von Firmenseite angestrebte Zerschlagung der PSE in mehrere kleiner Einheiten, womit sofort weiterer Personalabbau provoziert und letztendlich die Zukunft der gesamten Siemens-Softwareentwicklung in Österreich in Frage gestellt würde."

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(futurezone/APA)