Siemens plant zentrale Software-Produktion
Kritik seitens Betriebsrats von Siemens PSE Österreich
Siemens bündelt die Entwicklung von Software für den Einsatz in seinen Produkten in der technischen Zentralabteilung. "Wir schaffen ein zentrales Software-Haus innerhalb des Konzerns und treiben so die Integration des Produktentstehungsprozesses weiter voran", erklärte der Chef der zentralen Technologieabteilung in München, Reinhold Achatz.
Das Software-Haus werde dann 3.000 Entwickler haben. Die Umorganisation betreffe vor allem Mitarbeiter in Indien und in Österreich, die bisher zum Siemens-IT-Bereich SIS zählten.
Österreichischer Betriebsratschef übt Kritik
Die Verschnaufpause im Arbeitskonflikt um 2.400 Mitarbeiter der Siemens-Software-Sparte PSE in Österreich dauerte damit nur kurz. Das geplante Software-Haus solle 3.000 Entwickler haben, weltweit umfasse die Software-Entwicklung aber 7.000 "Siemensianer", sagte PSE-Österreich-Betriebsratschef Ataollah Samadani.
Der Betriebsrat beraumte daher vorerst für Dienstagnachmittag eine Betriebsversammlung in Wien-Favoriten an. "Diese Vorgehensweise, am selben Tag nach einem Erstgespräch mit dem Betriebsrat die Führungskräfte durch den neuen Vertreter des Stammhauses zu informieren, lässt den Schluss zu, dass für den Vorstand das Gespräch mit der Belegschaftsvertretung nur formalen Charakter hat und an ernsthaften Lösungen kein Interesse besteht, da die Ergebnisse offensichtlich schon feststehen", so Samadani.
(APA/Reuters)
