Vorerst kein zensiertes Gratisnetz in den USA

PLAN
16.12.2008

FCC sagt Sitzung ab

Die US-Regulierungsbehörde FCC hat auf Drängen zweier Abgeordneter der Demokraten eine für Donnerstag geplante Sitzung vertagt, auf welcher der scheidende republikanische FCC-Chef Kevin Martin seinen Plan für ein mobiles Gratis-Breitbandnetz in ländlichen Regionen auf den Tisch bringen wollte.

Vom Internet zum Filternet

Wäre es nach Martin gegangen, hätte die FCC zur Verbesserung der Internet-Versorgung in den ländlichen Regionen der Vereinigten Staaten einige Frequenzen versteigert und den Betreibern zur Auflage gemacht, kostenlose mobile Breitbanddienste anzubieten. Diese Dienste hätten allerdings Porno-Websites und andere nicht für Kinder geeignete Inhalte filtern müssen.

Sowohl die US-Mobilfunkindustrie als auch Bürgerrechtler sind gegen den Plan eingetreten. Das Center for Democracy and Technology etwa hält Internet-Filter für verfassungswidrig. Diese würden den ersten Zusatz zur Verfassung der USA verletzen. Die Idee für das gefilterte Gratisnetz kam ursprünglich von dem Breitbandanbieter M2Z.

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(futurezone/AP)