Vorerst kein zensiertes Gratisnetz in den USA
FCC sagt Sitzung ab
Die US-Regulierungsbehörde FCC hat auf Drängen zweier Abgeordneter der Demokraten eine für Donnerstag geplante Sitzung vertagt, auf welcher der scheidende republikanische FCC-Chef Kevin Martin seinen Plan für ein mobiles Gratis-Breitbandnetz in ländlichen Regionen auf den Tisch bringen wollte.
Vom Internet zum Filternet
Wäre es nach Martin gegangen, hätte die FCC zur Verbesserung der Internet-Versorgung in den ländlichen Regionen der Vereinigten Staaten einige Frequenzen versteigert und den Betreibern zur Auflage gemacht, kostenlose mobile Breitbanddienste anzubieten. Diese Dienste hätten allerdings Porno-Websites und andere nicht für Kinder geeignete Inhalte filtern müssen.
Sowohl die US-Mobilfunkindustrie als auch Bürgerrechtler sind gegen den Plan eingetreten. Das Center for Democracy and Technology etwa hält Internet-Filter für verfassungswidrig. Diese würden den ersten Zusatz zur Verfassung der USA verletzen. Die Idee für das gefilterte Gratisnetz kam ursprünglich von dem Breitbandanbieter M2Z.
(futurezone/AP)
