"Internetoffensive" will beachtet werden
Im Zuge der Regierungsverhandlungen pocht die heimische IKT-Branche (Informations- und Kommunikationstechnologie) auf die Fortsetzung der Erarbeitung einer Strategie für Österreich. Auf die neue Regierung wartet bereits eine Internetdeklaration.
Vor rund einem Jahr war unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) und Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) die "Internetoffensive Österreich" als Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Politik gestartet.
Ziel der Offensive war es, über verschiedene Arbeitsgruppen eine Internet-Deklaration zu verfassen und an die Regierung zu übergeben. Die "Internetoffensive" weist nun darauf hin, dass das Papier fertiggestellt wurde und nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen an die neue Regierung übergeben werden soll.
"Vorleistung der Branche berücksichtigen"
In einem Appell an die Regierungsverhandler rief die "Internetoffensive" dazu auf, die Vorleistung der gesamten Branche nicht unberücksichtigt zu lassen. "In den Regierungsverhandlungen wird der Grundstein für eine erfolgreiche Arbeit in der kommenden Legislaturperiode und damit für die Zukunft Österreichs gelegt. Dabei spielen die IKT eine ganz besondere Rolle. Eine Verankerung der Ergebnisse der 'Internetoffensive Österreich' als Grundlage einer zukünftigen IKT-Strategie für Österreich ist daher unerlässlich", forderte UPC-Geschäftsführer Thomas Hintze stellvertretend für die gesamte "Internetoffensive".
"Gerade wirtschaftlich schwierige Zeiten verlangen eine Konzentration auf Zukunftsbranchen. Als Motor des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts tragen die IKT annähernd 40 Prozent zur Produktivitätssteigerung innerhalb der EU bei und rangieren im Beitrag zum BIP in Österreich bereits vor dem Tourismus", beschrieb Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic die aktuelle Bedeutung der IKT-Branche.
Die mehr als 110.000 Beschäftigten in den 15.000 österreichischen IKT-Unternehmen erwirtschaften aktuell jährlich rund 30 Mrd. Euro.
