15.03.2003

ITALIEN

Bildquelle: fuZo

Datenschutz-Regeln für MMS

Das MMS-"Fieber" belebt bereits das Telekommunikationsgeschäft in Italien.

Der SMS-"Nachfolger" ermöglicht das Versenden von Text, Fotos, Tönen und Videos. Die für den Schutz der Privatsphäre zuständigen italienischen Behörden versuchen nun, Regeln für die Verbreitung von MMS einzuführen.

Unter Freunden oder Familienangehörigen können MMS-Fotos frei verschickt werden. Wenn sie ins Internet gestellt oder mehreren Personen außerhalb des Freundes- und Familienkreises zugänglich gemacht werden, ist eine Genehmigung der abgebildeten Personen notwendig, lautet die Regel der italienischen Datenschutz-Behörde.

Sie plant zudem Initiativen zum Schutz von Minderjährigen. Personen, die im Netz Fotos von Kindern verbreiten, drohen strenge Strafen.

"Keine Verteufelung"

"Wir wollen die neuen Technologien nicht verteufeln, man muss sie jedoch regeln", betonte Gaetano Rasi, Experte des römischen Telekommunikationsministeriums. "Wir müssen vor allem Minderjährige schützen und die Verbreitung von Bildern im Internet kontrollieren", so Rasi.

In Italien wurden in den vergangenen Monaten über 100.000 Handys verkauft, die MMS-fähig sind.

Die italienischen Telekom-Konzerne, die im Oktober 2000 für insgesamt 13 Milliarden Euro eine UMTS-Lizenz erworben hatten, haben große Werbekampagnen gestartet, um MMS populär zu machen. Vor allem unter italienischen Jugendlichen sind die Multimedia-Nachrichten bereits zum Kult geworden.