IMEI-Blocking nun auch in UK
Die britischen Netzbetreiber betreiben ab sofort eine gemeinsame Datenbank, in der die IMEI-Nummern von als gestohlen oder verloren gemeldeten Handys eingetragen werden.
Die so gespeicherten Telefone werden von allen britischen Handynetzen blockiert und sind für den unrechtmäßigen Besitzer somit nutzlos. Großbritannien folgt damit dem Beispiel Australiens in der Bekämpfung von Handydiebstahl.
Die fremden Telefone funktionieren nach entsprechender Anzeige durch den Eigentümer in ganz Großbritannien nur noch für Notrufe, selbst wenn die SIM-Karte ausgetauscht wurde. Zwar sind IMEI-Nummern nicht absolut unveränderlich, doch braucht es dafür je nach Handymodell höheren Aufwand.
Begleitet wird die Maßnahme von einer Kampagne "Immobilise Phone Crime". Etwa 2,2 Mio. Euro werden in die Information der Konsumenten investiert. Diese sollen nicht nur über das System informiert werden, sondern auch zur Anzeige von Diebstählen und Verlusten animiert werden. Werden Verluste nicht mitgeteilt, kann das System nicht entsprechend greifen.
Immobilise Phone CrimeErfolg in Australien
Der australische Mobilfunk-Netzbetreiber Telstra hatte im August mit der IMEI-Blockierung begonnen.
Eine erste Zwischenbilanz drei Monate nach dem Start zeigt einen Erfolg der Maßnahme. Die Zahl der als gestohlen oder verloren gemeldeten Handys ist in dem Zeitraum um 23 Prozent zurückgegangen.
In Österreich betreibt nur Mobilfunker One ein derartiges System, bei welchem dem Netzbetreiber als gestohlen oder abhanden gekommen gemeldete Handys vom Netz blockiert werden.
IMEI
IMEI steht für "International Mobile Equipment Identity" und ist
eine eindeutige Kennzeichnung jedes Handys mit einer einmaligen
Nummer, anhand derer das Netz prüfen kann, ob ein Gerät zugelassen
ist oder nicht.
IMEI-Blocking reduziert Handydiebstähle
