Ein "digitaler Freund" für Olympia
Ein "digitaler Freund" soll bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking Zuschauer, Athleten und Funktionäre mit Informationen versorgen.
Das unter anderem in die Kleidung integrierbare System "Flame 2008" sammle automatisch Informationen von Internet-Diensten und stelle sie je nach gewähltem Profil zur Verfügung, berichtete Projektleiter Bernhard Holtkamp vom Fraunhofer- Institut für Software- und Systemtechnik [ISST] in Dortmund am Donnerstag.
Auch auf Taschencomputern, Notebooks und im Internet sollen so Informationen über Wettkämpfe, den Nahverkehr sowie Karten und Pläne verfügbar sein.
Olympia derzeit nur im TV
Vertreter der EU befinden sich derzeit in Gesprächen mit dem IOC,
um die Olympischen Spiele 2004 in Athen doch noch ins Internet und
auf Mobiltelefone zu bringen. Video-Life-Streams der Spiele stehen
allerdings die langfristigen TV-Veträge, die das IOC abgeschlossen
hat, entgegen.
EU will Olympia ins Netz bringenDatensammler
"Flame 2008¿ stellt je nach Voreinstellung die notwendigen Informationen für den User zusammen. Bei Verschiebungen der Wettkämpfe werden demnach automatisch die Kalendereintragungen verschoben.
Zuschauer sollen so bequem und pünktlich zur gewünschten Veranstaltung kommen sowie aktuelle Informationen erhalten. Außerdem sollen bei Ortswechseln auch die Dienste automatisch gewechselt werden: Im Stadion gebe es die Ergebnisse der Wettkämpfe, außerhalb etwa Veranstaltungshinweise und Fahrpläne.
Weitere Einsatzmöglichkeiten des Systems seien unter anderem als Museumsführer denkbar. Ein Prototyp soll auf der Computermesse Cebit in Hannover gezeigt werden.
Für die Entwicklung von "Flame 2008" kooperiert das ISST Dortmund mit dem chinesischen "Institute of Computing Technology".
ISST Dortmund
