EU will Olympia ins Netz bringen
Vertreter der Europäische Union befinden sich derzeit in Gesprächen mit dem IOC [International Olympic Committee], um die olympischen Spiele 2004 in Athen doch noch ins Internet und auf Mobiltelefone zu bringen.
Video-Life-Streams der Spiele stehen allerdings die langfristigen TV-Veträge, die das IOC abgeschlossen hat, entgegen. Insbesondere die Exklusivrechte für die USA, die NBC erworben hat, sind angesichts der Zeitverschiebung ein Problem für das IOC.
Dass das IOC jetzt trotz dieser Verträge überhaupt Gespräche mit der EU führt, scheint unter anderem auf den generellen Preisverfall bei TV-Übertragungsrechten für Sportereignisse zurückzuführen zu sein.
Bis 2010 bleibt Olympia exklusiv im TVRegionale Filter im Netz
Die regionale Begrenzung von Internet-Übertragungen könnte nach älteren IOC-Überlegungen beispielsweise mittels Filtersoftware geschehen, die Surfer geografisch zuordnen kann und ihnen den Zugriff auf Livebilder gegebenenfalls sperrt.
Eine andere Möglichkeit wäre die Übertragung über Kabelnetze. Die Betreiber von Kabelnetzen könnten zunächst sicherstellen, dass die Bilder nur an ihre Kunden übertragen werden - allerdings könnten sie nicht verhindern, dass die Kabelkunden die Bilder beispielsweise über Tauschbörsen sofort weiterverbreiten.
