EMTS-Töchter in Konkurs
Der angeschlagene Salzburger Handydienstleister EMTS muss nun für seine Tochtergesellschaften in den Niederlanden, in Frankreich und in Schweden Konkurs anmelden.
Durch die Stornierung des Nokia-Vertrages sei der Großteil des Geschäfts zum erliegen gekommen, teilte das Unternehmen am Donnerstag ad hoc mit.
Die EMTS Benelux B.V., die EMTS Center Laboratory BV und die EMTS Center BV sowie die EMTS France SA und die EMTS Laboratories SA sowie die schwedische Tochtergesellschaft EMTS Center AB hätten 70 bis 90 Prozent ihres Umsatzes mit dem Servicieren von Nokia-Produkten erzielt.
Nokia kündigt EMTS-VertragSerentschy tritt zurück
Die Unternehmen setzten zusammen rund 17,6 Mio. Euro um [Niederlande 7,7 Mio., Frankreich 4,9 Mio., Schweden 5,0 Mio. Euro] und beschäftigten etwa 200 Mitarbeiter.
EMTS ist aber weiterhin in Österreich, Deutschland, Finnland, Estland, Dänemark, Spanien, Norwegen, Schweden und Italien tätig.
Gemeldet wurde heute auch ein Abgang aus dem Aufsichtsrat der EMTS: Telekom-Regulator Georg Serentschy hat sein Aufsichtsratsmandat zurückgelegt, mit dem Verweis, dass er neben seiner Funktion als Chef der Telekom-Regulierungsbehörde RTR ein derart aufwendiges Aufsichtsratsmandat nicht mehr weiter ausüben könne. Der Aufsichtsrat bestehe damit aus Thomas Lenzinger als Aufsichtsratspräsident, Rene Riefler, Investmentbanker, und Walter Schadenfroh, Asset-Manager VTM Liechtenstein. An eine Aufstockung sei vorerst nicht gedacht.
