Apple setzt auf KMUs und Bildung
Apple hat in Europa nach zwei Jahren Absatzrückgang Ende des Vorjahres wieder zugelegt. Zum ersten Mal seit acht Quartalen seien im ersten Quartal 2002/03 [Oktober bis Dezember 2002] die verkauften Stückzahlen wieder um fünf Prozent gestiegen, sagte Apple-Österreich-Geschäftsführer Christian Maranitsch heute bei einem Pressegespräch.
Neben dem historisch gut versorgten Bereich der Kreativen [etwa Grafiker und Künstler] habe sich vor allem das Bildungssegment mit eigenen Vertriebspartnern gut entwickelt, sagte Maranitsch.
Mit einem Marktanteil von etwa zehn Prozent sei Apple hier zuletzt sogar an erster Stelle der Markenanbieter gelegen.
Was derzeit fehle, sei die Präsenz auf dem Endkonsumentenmarkt: Ohne Lösungsangebote sei hier kein Gewinn zu machen. Entsprechende Partnershops seien jedoch derzeit nicht in Sicht. In der Spieleecke werde man Apple-Computer jedenfalls nicht finden.
Apple steigt in Speichermarkt einKMUs im Visier
In nächster Zukunft sollen verstärkt Klein- und Mittelbetriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern angesprochen werden. Neue Kunden will Apple etwa durch eine Partnerschaft mit der Wirtschaftskammer Österreich [WKÖ] gewinnen.
Auch eine Roadshow im März und April ist geplant. Binnen eines halben oder dreiviertel Jahres sollen so rund 1.000 potenzielle Interessenten eruiert und 100 bis 200 tatsächliche Kunden gewonnen werden.
Das sei bei Neugründungen einfacher als bei etablierten Unternehmen, die man mit reibungsloser Integration und gesteigerter Mobilität dennoch zum Umstieg motivieren will.
Auch im Servergeschäft soll es Bewegung geben, bestehende Kunden mit Apple-Kleinnetzwerken würde nahe gelegt, statt Microsoft-Windows-NT-Servern die Helios/Unix-Variante zu verwenden.
