Apple steigt in Speichermarkt ein
Bisher hat Apple seine Speichersysteme zugekauft: bei HP, bei Sun und anderen.
Jetzt will Apple selber Anbieter von Speichersystemen werden. Vermarktet werden sollen sie unter dem Label "Xserve RAID".
Anscheinend hat Apple erkannt, dass sich mit Speichersystemen Geld verdienen lässt, und die Unix-basierten Apple-Server könnten sich mit einem RAID-System im Rücken besser in Unternehmen verkaufen.
Zumal, wenn man sich wie Apple auf dem datenintensiven Grafik- und Prepress-Markt positioniert. Daraus zog der kalifornische Computerbauer die Konsequenz und betritt mit drei Fiber-Channel-Modellen diesen Markt.
IDE statt SCSI
Das laut Apple hochskalierbare, in Teilen redundant ausgelegte,
drei Höheneinheiten einnehmende High-End-Speichersystem [Raid 0, 1,
3, 5, 0+1 und Hybridlevel 10, 30 und 50] hat eine maximale
Plattenkapazität von 2,5 Terabyte, wobei Apple von Experten als
keineswegs ausfallsicher eingeschätzte 180-GB-EIDE-Festplatten
zusammenhängt.
Xserve RAIDZwei unabhängige RAID-Controller mit maximal einem Gigabyte vorgeschalteten Cache und 14 unabhängigen ATA/100-Laufwerkskanälen sollen für den sicheren Datenfluss sorgen.
Eine redundante Fibre-Channel-Schnittstelle mit zwei Gigabyte erlaube sogar Videobearbeitung in Echtzeit. An die für Kupfer- respektive optische Kabel ausgelegte Schnittstelle werden die überarbeiteten, jetzt mit zwei 1,3-GHz-Dual-Prozessoren ausgerüsteten Rackserver Apples angeschlossen.
Die Plattensysteme sind ab März im Fachhandel und in den Apple-Geschäften online zu haben. Die Kosten bewegen sich zwischen 7.770 und 14.150 Euro.
