Analysten erwarten DT-Rekordverlust
Die Deutsche Telekom [DT] hat das vergangene Jahr 2002 nach Einschätzung von Analysten mit einem Rekordverlust abgeschlossen, jedoch im vierten Quartal eine solide Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis abgeliefert.
Auf Grund von im dritten Quartal 2002 vorgenommenen Wertberichtigungen für Mobilfunklizenzen und Unternehmenswerte in Höhe von 19,3 Mrd. Euro nach Steuern wird das größte europäische Telekom-Unternehmen im Gesamtjahr voraussichtlich einen Verlust von 25,22 Mrd. Euro verbuchen.
Beim Umsatz und beim operativen Ergebnis [EBITDA] erreichte die DT dem Durchschnitt der Analystenprognosen zufolge ihre zuletzt reduzierten Wachstumsziele. Danach wird der Umsatz um elf Prozent und das EBITDA um sieben Prozent über den Vorjahreswerten liegen.
Klagewelle gegen DTLichtblick viertes Quartal
Für das vierte Quartal deutet sich nach Analysteneinschätzung und bisherigen Signalen aus dem Unternehmen eine solide und zufrieden stellende Entwicklung an.
Gegenüber dem Vorjahresquartal ist den Analysten zufolge im Durchschnitt mit einem Umsatzwachstum um fünf Prozent und einem EBITDA-Zuwachs um zwölf Prozent zu rechnen. "Der operative Geschäftsbetrieb im vierte Quartal lief gut", sagten mehrere Analysten.
Auch beim geplanten Schuldenabbau machte die DT weitere Fortschritte, da durch den Verkauf von Beteiligungen die Nettoschulden voraussichtlich auf 61,5 von 64,02 Mrd. zum Ende des dritten Quartals gesunken sind. Dazu hat auch der schwache Dollar-Kurs gegenüber dem Euro beigetragen. Die positiven Währungseffekte innerhalb des Konzerns könnten sich nach Einschätzung von Analysten auf rund 700 Mio. Euro summieren, die das hoch verschuldete Unternehmen zum Abbau der Verbindlichkeiten nutzen kann. Bis Jahresende sollen die Nettoschulden auf rund 50 bis knapp 53 Mrd. Euro sinken.
