US-Klagen gegen DT erwartet
Deutsche Anwälte erwarten nach den Vorwürfen über angeblich falsche Angaben bei dritten Börsengang der Deutschen Telekom 2000 auch Klagen aus den USA:
"Ich rechne mit einer neuen Klage", sagte der Münchner Rechtsanwalt Michael Witti dem "Tagesspiegel am Sonntag". "Das kann für uns Anwälte eine große Geschichte werden."
Die Mitte Februar aufgekommenen neuen Vorwürfe lauten, die Bewertung des 1999 für rund zehn Milliarden Euro übernommenen britischen Mobilfunkers One2One und dadurch auch der Ausgabekurs für die Telekom-Aktien seien zu hoch gewesen. Der Bund hatte bei der Platzierung 2000 zu einem Ausgabekurs von 66 Euro rund 15 Milliarden Euro eingenommen. Zuvor waren bereits im November 1996 [14,50 Euro] und Mitte 1999 [39,50 Euro] Telekom-Aktien an die Börse gebracht worden.
Weitere Strafanzeigen gegen DTEine Klage läuft schon
In Deutschland hatten bereits mehrere Anwaltskanzleien Klagen im Zusammenhang mit angeblich falschen Angaben angekündigt. Telekom und Bundesregierung weisen die Vorwürfe zurück.
Und Ende vergangenen Jahres hatte ein New Yorker Bundesgericht bereits eine Sammelklage von US-Investoren gegen die Deutsche Telekom zugelassen.
