AOL startet Online-Musikdienst
AOL steigt ins Online-Musikgeschäft ein. Der Internet-Service-Provider startet ein Musikservice, das seinen Kunden für eine monatliche Gebühr das Hören von Musik per Audio-Stream oder Herunterladen erlaubt.
Der Dienst basiert auf dem Angebot von Musicnet der Musikkonzerne Warner Music, Bertelsmann Music und EMI und trägt den Namen "Musicnet on AOL".
Inzwischen ist der Wettbewerb bei Online-Musikservices durch Angebote wie Rhapsody von Listen.com deutlich stärker als noch vor einem Jahr, als AOL das erste Mal seine Kunden mit Musicnet beglücken wollte.
Kostenpflichtiger Musikdienst von YahooPalette umfasst 260.000 Musiktitel
Das Service soll in verschiedenen Varianten angeboten werden und dem Kunden den Zugriff auf insgesamt rund 260.000 Musikstücke erlauben.
Die limitierte Version für monatlich 3,95 USD erlaubt lediglich den Download von 20 Songs, die jedoch nicht kopiert oder gebrannt werden können. Weitere 20 Songs können einmal online gehört werden.
Für 8,95 USD monatlich kann der User so viele Songs auf seine Festplatte laden oder online hören, wie er will. Allerdings besteht auch hier ein Kopierschutz für Downloads, der ein Brennen verhindern soll.
Ähnliche Angebote sind bisher bei Musikfreunden nicht auf Gegenliebe gestoßen.
Alles neu bei Napster
Auch der Softwarehersteller Roxio, der im November 2002 die
Napster-Reste für 5,3 Mio. USD gekauft hat, will bis Jahresende ein
kostenpflichtiges Musik-Downloadservice starten. Napster-Gründer
Shawn Fanning soll als Berater am Projekt mitarbeiten.
Napster soll wieder auferstehenZehn Songs für 18 USD brennen
Das Deluxe-Angebot für 17,95 USD monatlich verspricht grenzenlosen Download und die Möglichkeit, zehn Songs auf CD zu Brennen.
Das sind zwar Freiheiten, die den Musikdownload für den Konsumenten erst interessant machen, allerdings sind zehn Songs monatlich herzlich wenig - und vor allem kann sich der User für den Preis gleich eine CD kaufen.
Ob das Angebot für den angeschlagenen Provider daher den dringend benötigten Erfolg bei den Kunden bringt, ist fraglich.
