Napster soll wieder auferstehen
Der Softwarehersteller Roxio will bis Jahresende ein kostenpflichtiges Musik-Downloadservice starten.
Im Rahmen der Präsentation der neuen "Easy CD & DVD Creator"-Software in New York gab Roxio-Finanzchef Elliot Carpenter bekannt, dass zurzeit an einem derartigen Service gemeinsam mit Napster-Gründer Shawn Fanning als Berater gearbeitet werde.
Der Launch eines Online-Musikservice durch Roxio käme [fast] einer Wiederauferstehung von Napster gleich.
Die Softwarefirma hat im November vergangenen Jahres die Mutter aller Peer-to-Peer-Tauschbörsen für 5,3 Mio. Dollar und 100.000 Optionsscheine gekauft.
Napster-Resteessen wurde genehmigtSchlechtes Geschäft für Bertelsmann
Bertelsmann hat die Investition in Napster nicht gut getan. In
den USA verklagen jetzt prominente Musiker und Künstler den
Medienkonzern auf bis zu 17 Milliarden USD, weil Bertelsmann die
Online-Tauschbörse im Zuge seiner Übernahmeabsichten mit
Millionenkrediten vor dem Ruin bewahrt und damit etwaige
Copyrightverletzungen billigend in Kauf genommen hat.
Bertelsmann bleibt lieber offline"Napster ist eine großartige Marke"
"Napster ist eine großartige Marke mit hohem Wiedererkennungswert", so Carpenter. Allerdings müsse ein Downloadservice einfach sein und Spaß machen. Zudem müsse ein breites Spektrum an Musik zu einem günstigen Preis angeboten werden.
An diesen Herausforderungen werde zurzeit gemeinsam mit Fanning gebastelt, bis Jahresende erwartet Carpenter Resultate.
Wenn das Online-Musikservice von Roxio kommerziell erfolgreich sein will, muss das Unternehmen jedoch Verträge mit allen fünf großen Musiklabels abschließen. Bisher hat Roxio nur einen derartigen Vertrag mit EMI.
Der Erfolg bisheriger kostenpflichtiger Online-Musikportale hielt sich bis dato eher in Grenzen. Listen.com hat daher im laufenden Monat eine Aktion gestartet, bei der neue Abonennten Songs um die Hälfte herunterladen und auf CD brennen können.
Online-Musik wird halb so teuer
