Napster-Auferstehung mit Hindernissen
Das Softwareunternehmen Roxio will noch in diesem Jahr die einst höchst populäre und später bankrotte Online-Musiktauschbörse Napster wieder auferstehen lassen - zumindestens dem Namen nach.
"Wir wollen den Dienst vor Jahresende starten", sagte Roxio-Sprecherin Kathryn Kelly der Nachrichtenagentur Reuters. "Aber wir werden nicht loslegen, bevor wir es nicht als legales Angebot einrichten können."
Zurzeit spreche man mit den fünf größten Musikkonzernen [Universal Music, Sony Music, AOL Time Warners Warner Music Group, Bertelsmann und EMI Group] über die Lizenzierung der Musik, fügte Kelly hinzu.
Die Konzerne machen kostenlose Tauschangebote im Internet für einen deutlichen Rückgang ihrer Plattenverkaufszahlen verantwortlich.
Napster soll wieder auferstehenEin Abo-Modell
Roxio will den Dienst mit einer monatlichen Abo-Gebühr und einer Gebühr je geladenes Musikstück anbieten. Napster-Gründer Shawn Fanning arbeite dazu beratend für das im kalifornischen Santa Clara ansässige Unternehmen.
Warum ausgerechnet Napster neu mit diesem Geschäftsmodell erfolgreicher sein soll als existierende Services, die bisher eher schleppend laufen, begründet Roxio allerdings nicht.
