Upgrade für deutschen Superrechner
Einer der größten europäischen Supercomputer, der Zentralrechner des Deutschen Wetterdienstes [DWD] in Offenbach, der im April 2002 in Betrieb gegangen ist, wird noch einmal kräftig erweitert.
Wie IBM mitteilte, sollen zu den bisher 1.280 Prozessoren noch 700 dazukommen. Die Leistung soll damit um 50 Prozent auf rund 3.000 Gigaflops steigen. Diese Kapazität entspricht einer Rechnerleistung von rund 30.000 herkömmlichen PCs. Das Auftragsvolumen liegt bei rund sieben Mio. Euro.
Der DWD erhofft sich durch den Ausbau des Wetter-Rechners in Offenbach vor allem eine Verbesserung des Hochwasserschutzes.
Bessere Wettervorhersagen
Künftig soll es damit noch besser gelingen, starke Niederschläge
in den Einzugsgebieten der Flusssysteme frühzeitig und lokal
vorherzusagen. Abflussmodelle sollen dann mit längerem zeitlichen
Vorlauf berechnet und die Pegelstände der Flüsse exakter
vorhergesagt werden können.
Deutscher WetterdienstBis dato bestand das Parallelrechnersystem aus 80 Rechenknoten mit jeweils 16 Prozessoren.
Supercomputer für WettervorhersageWeltweit auf Platz 25
In der weltweiten Rangliste der Supercomputer-Rechenzentren wird der DWD-Rechner nach dem Ausbau des Offenbacher Großrechners etwa auf Platz 25 stehen.
In Deutschland gehört das DMRZ dann, so der DWD, zu den fünf leistungsfähigsten Rechenzentren Europas.
"Schrödinger I" auf Platz 350
Zum Vergleich: Österreichs größter Supercomputer "Schrödinger I"
verfügt mit 160 Prozessoren über eine Rechenleistung von 130
Gigaflops. "Schrödinger I", der seit Oktober 2001 in der Uni Wien
steht, liegt damit weltweit um Platz 350 auf der Liste der größten
Supercomputer.
HP überrundet IBM bei Supercomputern
