Neues Handymodell vernichtet Jobs
Die Flensburger Mobiltelefonfabrik Motorola wird in den nächsten zwei Monaten maximal 200 Arbeitsplätze abbauen.
Der Grund sei kein Auftrags- oder Absatzrückgang, sondern die neue Handyserie "C 330", deren Montage erheblich weniger aufwendig sei, sagte heute der Personalchef des Werkes, Hansjörg Beger.
Nach Angaben Begers müssten die entstehenden "Rationalisierungseffekte realisiert werden". Die geplante Arbeitsplatzreduzierung werde - bereits abgestimmt mit dem Betriebsrat - sozialverträglich erfolgen.
Gegenwärtig zählt Motorola in der Fördestadt rund 1.900 Beschäftigte. 1999 - ein Jahr nach Fabrikseröffnung - waren es noch rund 2.500.
2003: Gute Aussichten für MotorolaSozialverträglich
Zunächst liefen befristete Verträge aus und es werde in erster Linie die Arbeitszeit der Nachtschicht auf 83 Prozent verkürzt. Außerdem würden Teilzeitregelungen bzw. Ausgleichszahlungen und "großzügige Abfindungen" angeboten.
Er sei sich sicher, dass es am Ende nur "ganz wenige betriebsbedingte Kündigungen geben wird", sagte Beger. Es könne sogar sein, dass letztlich "deutlich weniger als 100" Arbeitsplätze wegfallen.
