Gute Aussichten für Motorola
Der weltweit zweitgrößte Mobiltelefon-Hersteller Motorola hat im vierten Quartal dank kräftig gestiegener Handy- und Chipumsätze einen höheren Gewinn erzielt als von Analysten erwartet. Der Konzern bekräftigte zudem die eigenen Prognosen für das laufende Jahr, gab aber einen verhaltenen Ausblick für das erste Quartal.
Für dieses Jahr rechne Motorola mit einem Anstieg des weltweiten Handyabsatzes der Branche um bis zu zehn Prozent auf 430 bis 440 Millionen Stück, teilte der Konzern bei einer Analystenkonferenz mit. Für den Chipmarkt erwartet Motorola 2003 ein Wachstum von zehn Prozent.
Der Nettogewinn lag bei 174 Millionen USD nach einem Verlust von 1,2 Milliarden USD ein Jahr zuvor, wie Motorola bereits am Dienstag nach Börsenschluss mitgeteilt hatte.
Handyumsatz stieg um elf Prozent
Der Quartalsumsatz des Unternehmens stieg zum Vorjahr um drei
Prozent auf 7,5 Milliarden USD. Binnen Jahresfrist steigerte das
Unternehmen den Erlös allein in der Handysparte um elf Prozent auf
3,3 Milliarden USD. Bei Chips legte der Umsatz um 15 Prozent auf 1,3
Milliarden USD zu.
MotorolaDer Weltmarktanteil bei Mobiltelefonen habe sich zum Vorquartal um einen Prozentpunkt auf 19 Prozent erhöht, teilte Motorola weiter mit und begründete das vor allem mit einem Zuwachs in Nord- und Südamerika.
Der finnische Nokia-Konzern, dessen Quartalszahlen am Donnerstag erwartet werden, hat einen Anteil von mehr als einem Drittel des Weltmarkts. Für 2003 rechnet Motorola zwar mit einem Anstieg des weltweiten Handyabsatzes, doch im ersten Quartal würden wohl nur 90 bis 95 Millionen Mobiltelefone verkauft nach rund 115 Millionen im Schlussquartal 2002.
Auch für die eigene Ergebnisentwicklung im laufenden Jahr zeigte sich Motorola zuversichtlich. "Auf kurze Sicht bleiben wir optimistisch, dass der Umsatz 2003 moderat wachsen wird", sagte Motorola-Chef Christopher Galvin.
Die Weltwirtschaft zeige allmählich erste Erholungszeichen, erklärte Galvin. Werde diese Entwicklung nicht durch weltpolitische Ereignisse entscheidend gestört, könne sie sich positiv auf den Markt auswirken.
