11.02.2003

SILICON VALLEY

Bildquelle: PhotoDisc

Leere Büros werden zu Wohnungen

Statt auf Schilder mit der Aufschrift "Willkommen im Tal der Superreichen" trifft man heute auf handgeschriebene Tafeln wie "Porsche günstig abzugeben".

Wegen der anhaltenden IT-Flaute der letzten Jahre will man nun Tausende leer stehende Bürräumlichkeiten im Silicon Valley in Wohnräume umwandeln.

Momentane Pläne sehen die Adaptierung von 1.000 Büros in South Bay und 500 Büros in San Francisco zu Apartments vor.

Doch da derzeit jedes fünfte Büro in der Gegend ungenutzt ist und gleichzeitig die Nachfrage nach Wohnungen stetig steigt, stellt das wohl erst den Anfang dar.

Bedarf nach 30.000 Eigenheimen pro Jahr

Andere Immobilien-Unternehmen wie Sobrato Development sehen eine Adaption als zu kostspielig und planen die Gebäude abzureißen, um für Wohnhäuser Platz zu schaffen. Die Arbeiten an knapp 1.000 Räumlichkeiten in Sunnyvale, Santa Clara, San Francisco und San Jose sollen noch in diesem Jahr begonnen werden.

In der gesamten Gegend müssten 30.000 Eigenheime pro Jahr errichtet werden, um die Nachfrage zu befriedigen. Die Objekte sind im Durchschnitt für moderate 270.000 bis 500.000 USD zu haben und meist sehr schnell vergeben.

"Die Leute suchen nach Investitionsalternativen, und Häuser und Wohnungen sind da sehr attraktiv", so Kathryn Thibodeaux, CEO der Tri-County Apartment Association. "So gut wie jeder Bauunternehmer plant zurzeit solch lukrative Umwandlungen."