Regierung gibt Geld für PC-Kauf
Die italienische Regierung will im Internet-Bereich die Kluft zum Rest der EU überbrücken und setzt dabei verstärkt auf Teenager.
16-Jährigen, die einen PC mit Internet-Anschluss erwerben, werde ein Bonus von 150 Euro gewährt, berichtete Infrastrukturminister Lucio Stanca.
In den nächsten Wochen will Regierungschef Silvio Berlusconi allen 540.000 Jugendlichen, die heuer 16 Jahre alt werden, einen Brief schicken, um ihnen zu erklären, wie sie den Bonus erhalten können.
Die "Förderung der Online-Kultur" in Italien zählt zu den fünf Prioritäten der Mitte-Rechts-Regierung von Berlusconi.
Nur 32 Prozent haben einen PC
Berlusconis Aktionsplan soll die Italiener stärker für den PC
begeistern, nur 32 Prozent der italienischen Familien besitzen
bisher einen PC. Allerdings besitzen fast 90 Prozent der Italiener
ein Handy.
Handy-Sperrzonen in Zügen geplantFörderung von Breitband an Schulen
Finanziert wird die Initiative über einen eigens eingerichteten Fonds mit 93 Mio. Euro. Vorgesehen ist unter anderem die schrittweise Einführung von Breitband-Netzanschlüssen in den Schulen.
Ende 2002 hatten nur 20 Prozent der italienischen Schulen einen schnellen Breitband-Anschluss, 2004 sollen es 70 Prozent sein. Familien, die sich einen derartigen Anschluss anschaffen, können mit einem staatlichen Beitrag von 75 Euro rechnen.
Bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode [bis 2006] sollen außerdem die wichtigsten Verwaltungsangelegenheiten online verfügbar sein. "Es hat wenig Sinn, Online-Dienstleistungen in der öffentlichen Verwaltung zu fördern, wenn die italienischen Familien keinen PC zu Hause haben", sagte der Infrastrukturminister.
Mehr E-Commerce für Einzelhandel
Weiteres Ziel ist die Modernisierung des Einzelhandels. E-Commerce soll gefördert und die Kaufleute dazu bewegt werden, ihre alten Kassen durch Computer-Terminals zu ersetzen.
